Des Rätsels Lösung:
Zum
eigentlichen Problem
von
König Ödipus -
- und zum fatalen Missverständnis von Sigmund Freud.
Zusammengefasst:
Es ist ein
furioses Ende, das Sophokles in seinem „König Ödipus“ in Szene setzt: Mutter
Iokaste ist durch eine Zeugenaussage unmissverständlich überführt, dass sie ihren
Sohn als Säugling zum Sterben bestimmt hatte! Dass ihm zur Aussetzung noch die
Fersen durchstochen und zusammengebunden wurden, prägt nachhaltig seine
Identität: „Ödipus“ bedeutet: „Schwellfuß“. Durch die Aussetzung – so wird
Ödipus blitzartig klar – war er seinem Vater von Geburt an entfremdet! Er hatte
diesen Tötungsversuch überlebt, war vom Königspaar in Korinth adoptiert worden.
Als junger Mann – so erzählt er selbst – hatte ihm ein betrunkener Altersgenossen
auf den Kopf zugesagt, er sei nicht der Sohn seines Vaters. Ödipus war erschüttert.
Sofort hatte er seine (vermeintlichen) Eltern über seine Herkunft befragt, die
ihm jedoch ausdrücklich bekräftigt hatten, dass er ihr Kind sei. Die Verunsicherung
hatte ihn jedoch dazu gebracht, in Delphi Auskunft über sein Geschick zu
suchen. Als ihm dort Mutterheirat und Vatertötung prophezeit wurde, hatte er
sofort beschlossen, sich möglichst weit von der alten Heimat zu entfernen. Auf
diesem Weg war er dann in einen Konflikt mit einem Mann geraten, den er in
Notwehr getötet hatte. Am Ende des Stückes ist ihm klar: Dies war sein Vater
Laios! Der tödliche Konflikt war nur denkbar, weil die beiden einander
entfremdet waren. Für diese Entfremdung, und damit für den tödlichen
Vater-Sohn-Konflikt, war letztlich Iokaste verantwortlich. Iokaste wusste auch
vermutlich sehr wohl, dass es sich bei dem jungen Mann, mit dem sie kurz nach
dem Tod des Laios den Ehebund eingegangen war, um ihren eigenen Sohn handelte.
Der Sohnemann war zum Partnerersatz gemacht worden – er selbst hatte zu diesem
Zeitpunkt keinerlei Ahnung von seinem „Glück“!
Aber Ödipus
klärt die komplexen Zusammenhänge aus der Rückschau in mustergültiger Weise
auf. So wie er das Rätsel der Sphinx gelöst hat, so löst er auch am Ende das
Rätsel seiner familiären Verstrickung.
Leider wird seit
ungefähr 2000 Jahren dieses Drama (und der Ödipus-Mythos insgesamt) häufig
missverstanden.
Eine nähere Betrachtung
zeigt, dass hier die Austragung eines gesellschaftlichen Konfliktes
stattfindet: Eine Frau in einer Männergesellschaft rächt sich äußerst geschickt
für die Entwertungen, die ihrem Geschlecht tagtäglich widerfährt. Dieser
gesellschaftliche Konflikt und seine Konkretisierung auf privater, familiärer
Ebene verselbständigt zu einem Teufelskreis von gegenseitiger Entwertung und
Unterdrückung sich rasch. Vor allem Kinder fallen ihm leicht zum Opfer!
Meines Erachtens
spiegelt der Mythos von „König Ödipus“ damit sehr plastisch das zentrale
Problem einer männerzentrierten Kultur.
Sigmund Freud
hat wohl die Bedeutung dieses Mythos erahnt. Aber das hier kurz skizzierte
Verständnis des antiken Dramas lässt den berühmt-berüchtigten „Ödipuskomplex“
als Freudsche Fehldeutung erkennen: Der Begründer der Psychoanalyse hat sich,
anders als Ödipus, von Anfang an und bis zuletzt von seiner Mama unreflektiert
für ihr Racheprogramm vereinnahmen lassen. Nur versteckt – pseudorational
verbrämt in der unglaublichen Frauenfeindlichkeit seiner Theorie – hat er sein
Unbehagen gegenüber der mütterlichen Vereinnahmung zum Ausdruck gebracht. Damit
hat er seinerseits dem Teufelskreis neuen Schwung verliehen.
Hier eine Analyse des Textes von Sophokles:
Ödipus beginnt
als erfolgreicher, vom Volk verehrter König angesichts aufkommender
rätselhafter Krankheiten den Tod seines Vorgängers, König Laios, zu erforschen.
Dabei entdeckt er am Ende, dass er gar nicht derjenige ist, für den er sich
hält: Er ist nicht der Sohn des korinthischen Königspaares Polybos und Merope,
sondern er ist ein Findelkind mit noch unbekannter Herkunft. Es wird für ihn
zur drängenden Frage, wer es fertiggebracht hat, ihn am dritten Lebenstag mit
durchstochenen und zusammengebundenen Fersen aussetzen zu lassen.
Ein Kronzeuge –
der Hirte, der ihn damals in die Wildnis bringen sollte – gibt am Ende des
Stückes im Verhör durch Ödipus an, er habe den Säugling von dessen Mutter,
seiner jetzigen Gattin Iokaste, zur Aussetzung übergeben bekommen. An dieser
Stelle wird Ödipus klar, dass er, wie ihm vom delphischen Orakel vor langen
Jahren prophezeit worden war, seine leibliche Mutter geheiratet hat. Aus der
Ehe sind vier Kinder hervorgegangen.
Ödipus ist
erschüttert darüber, dass die eigene Mutter es fertiggebracht hatte, ihn
als Neugeborenen töten lassen zu wollen. Von seiner frühkindlichen
Misshandlung her trägt er seinen Namen: „Ödipus“ = „Schwellfuß“.
Die
Verantwortung für die Aussetzung hatte Iokaste im Drama zuvor dem längst
verstorbenen Laios angelastet. Ihre Behauptung wird nun als Lüge entlarvt.
Diese Lüge wird
bis heute immer wieder als Wahrheit ausgegeben! In Fachkommentaren,
Lexika oder griechischen Mythologien wird häufig fälschlich König Laios beschuldigt,
er hätte das Kind aussetzen lassen (ausführlich dazu: das erste Kapitel meines Buches als Lesekostprobe). Eine der frühesten
Textstellen, die diese Lüge als Wahrheit ausgibt, findet sich in „Apollodors
Mythologischer Bibliothek“, ein Buch zur griechischen Mythologie aus dem
zweiten Jahrhundert n. Chr.
Die Rolle des
Vaters bei dem frühkindlichen Tötungsversuch ist bestenfalls unklar. Seine
Absicht, Ödipus zu verletzen, ist erst später verbürgt, als er den jugendlichen
Sohn an einer Kreuzung, anlässlich einer banalen Verkehrsstreitigkeit,
gewaltsam „aus dem Weg räumen“ möchte. Dieses Ereignis steht jedoch unter dem
Vorzeichen, dass Vater und Sohn sich fremd sind, sich nicht kennen. Und für
diese Entfremdung ist wiederum eindeutig die Aussetzung durch Iokaste
verantwortlich.
Iokaste dagegen
weiß recht bald um die Identität ihres zurückgekehrten Sohnemannes. Und sie
versucht sehr deutlich und bewusst, Ödipus an der Erkenntnis seiner Abstammung
zu hindern („Daß niemals du erkenntest, wer du bist!“ V. 1068). Wenn bei
diesem Drama also von einem Inzest geredet wird, dann kann er nur Iokaste
angelastet werden. Er geht eindeutig von der Mutter aus, von Iokaste.
Dieser Aspekt des Mythos ist ebenso eindeutig bei Homer, Aischylos und
Euripides zu finden. Iokaste selbst hält es (bei Sophokles) z.B. auch für
nichts besonderes, wenn Söhne vom Beischlaf mit ihren Müttern träumten (V. 981
ff).
Die Abscheu
gegen den Mutter-Inzest kommt bei Ödipus von Herzen, ist rückhaltlos ernst gemeint.
Nicht etwa, weil er „unbewusst“ genau den gegensätzlichen Impuls verspürte,
weil die Abneigung vor dem Inzest der Abwehr seiner geheimsten Wünsche
entspräche – so die Unterstellung von Sigmund Freud. Vielmehr repräsentiert
Ödipus mit seiner Haltung die Ablehnung der (rituellen) Mutter-Sohn-Heirat, die
als ein archaisches Ritual in einigen matriarchalisch geprägten frühen
Gesellschaften in Griechenland vorgekommen sein soll (vgl. Die „Große Göttin“).
Wäre Ödipus nicht
ausgesetzt worden, so hätte er seinen Vater kennenlernen können. Der aufrechte
König beteuert glaubhaft, dass er eher seine Existenz aufgegeben hätte, als die
Hand gegen den eigenen Vater zu erheben. Somit ist charakteristisch für ihn die
enge Verbundenheit mit dem Vater (der natürlicher Weise als Geschlechts-Genosse
eine besonders wichtige Modell-Funktion für ihn gehabt hätte). Diese
Verbundenheit kommt zum Beispiel auch durch sein Schuldbewusstsein über den Tod
seines vermeintlichen Vaters, König Polybos, zum Ausdruck, dass dieser durch
die Trauer über den fehlenden Kontakt zu seinem vermeintlichen Sohn Ödipus
gestorben sein könnte (V. 967 ff).
Iokaste
empfindet dagegen den Tod des (vermeintlichen) Vaters als „großen
Lichtblick“ (V. 987).
Ödipus forciert
in selbstloser, mutiger Offenheit – gegen die erheblichen Widerstände von
Teiresias, Kreon, Iokaste und dem Hirten – die Klärung der Wahrheit. Diese
Tendenz, der Wahrheit schonungslos auf den Grund zu gehen, ist der wesentliche
Zug in seinem Charakter. Er ist ein weiser Mann, der wohl nicht zuletzt wegen
seiner mutigen Aufrichtigkeit die Achtung seines Volkes erworben hat.
Nachdem Ödipus
die Wahrheit über seine Herkunft und Iokastes Tat erfahren hat, eilt er ihr in
den Palast hinterher, schreit dort nach seiner Frau/Mutter und nach seinem
Schwert. Es ist unbezweifelbar, dass er in dieser Situation einen Muttermord
begehen möchte.
Muttermorde in
der griechischen Mythologie, nämlich die von Orest und Alkmaion, sind nur
denkbar, wenn sich die Mütter für den Tod der Väter verantwortlich erwiesen
haben. Die Mütter hatten dabei auch jeweils den Tod der Söhne billigend in Kauf
genommen. Apollo ist in diesen Fällen derjenige, der die Söhne bei ihrem
Racheakt unterstützt und sie moralisch entlastet.
Dieselbe
Handlungslogik besteht im Drama von Sophokles: Die Mutter hat mit der
Aussetzung des Sohnes dessen Tod in Kauf genommen und hat sich aufgrund der so
bedingten Entfremdung zwischen Vater und Sohn letztlich verantwortlich erwiesen
für den Tod des Vaters. Apollo hatte auch hier die Untersuchung des Todes des
Vaters verlangt und eine entsprechende Sühne gefordert. Hätte Iokaste sich
nicht bereits zuvor durch ihren Suizid selbst bestraft, so hätte Ödipus diese
Angelegenheit in die eigenen Hände genommen. Das ist des Rätsels Lösung!
Allein die Bestrafung Iokastes – wegen ihrer Verantwortung für den Tod des
Laios – bringt Theben die Erlösung von der göttlichen Heimsuchung, der
Pest!
Ödipus sticht
sich im Affekt die Augen aus, nachdem die aktive Tötung der Mutter nicht
gelungen ist – symbolisch zeigt er, wie blind er für die Zusammenhänge gewesen
ist. Darüber hinaus sucht er freiwillig die Verbannung aus Theben. Später wird
er diese Selbstbestrafung als übereilte Kurzschluss-Reaktion erkennen („Ödipus
auf Kolonos“, V. 438f). Er war offensichtlich zunächst derart überwältigt von
den Enthüllungen, dass er die Situation nicht in allen Einzelheiten völlig
korrekt eingeschätzt hatte.
Schon bald ist
sich Ödipus klar, dass er bei seiner Handlung – der Tötung des Vaters in
Notwehr und der Absicht zum Muttermord – unschuldig war: „wie wäre wesenhaft
ich schlecht, der ich vergalt, was ich erlitt? ... Nun kam ich
ahnungslos, wohin ich kam, doch sie, durch die ich litt, sie suchten meinen
Tod bewußt“ („Ö.a.K.“, V. 269-274). Die Vergeltung gegenüber den Eltern
wird als völlig gerechtfertigt angesehen.
Im „Ödipus auf
Kolonos“ erweist sich, dass Ödipus in der besonderen Gunst der Götter steht: Er
wird leibhaftig in die Unterwelt aufgenommen, erlebt quasi seine „Himmelfahrt“.
Die göttliche Gunst erklärt sich wohl aus seiner Aufrichtigkeit,
Wahrheitsliebe, der Bewältigung seines familiären Schicksals – zum Wohl des
gesamten Gemeinwesens von Theben. Dass die Thebaner dies nicht erkannt haben,
hat ihnen dann letztlich doch den Untergang beschert.
Freud und Ödipus:
Sigmund Freud
betreibt mit seiner Deutung des „ödipalen Konfliktes“ eine „Verkehrung ins
Gegenteil“, wenn er behauptet, jeder Sohn wolle sich (im Alter von 2-5 Jahren)
triebhaft der Mutter bemächtigen und den Vater aus dem Weg räumen. Diese
„Trieb-Theorie“ macht generell ein Opfer zum Täter. Eines der erschreckendsten
Beispiele für diese Art der Wirklichkeitsverdrehung lässt sich in Freuds „Bruchstück einer Hysterieanalyse“, dem Fall
‚Dora’ (Ida Bauer), nachlesen.
Dass Freud mit
seiner Fehldeutung im Grunde nichts anderes versucht, als seinen eigenen
Familienkonflikt zu bewältigen, ist auch in meinen Ausführungen zu Sigmund
Freud
dargestellt.
Freuds Denken
reklamiert bis heute Gültigkeit. So erläutert z.B. Heinz Müller-Pozzi in
„Psychoanalytisches Denken. Eine Einführung“ (Huber Verlag, 1995) den Begriff
der „ödipalen Situation“ wie folgt: Das Kind (im Alter von ca. 2-5
Jahren) „will ... mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil eine neue
Zweierbeziehung schaffen. Nicht mehr und nicht weniger ist die Intention der
ödipalen Revolution. Dabei sind dem Kind alle Mittel und Listen recht.
Zärtliche Werbung, Verführung mittels seiner körperlichen Reize, Bestechung
und Erpressung auf der einen, Mißachtung, Entwertung, Mord und Totschlag
auf der anderen Seite“ (a.a.O., S.148). Eine der abstrusesten Diffamierung
von Kleinkindern (und indirekt: von Ödipus), die ich je gelesen habe. Die
Umkehrung des behaupteten Sachverhaltes ist die Realität, die ich oft in meiner
Praxis erlebe und aus Medienberichten zur Genüge kenne (die auch auf Ödipus
zutrifft), dass nämlich Minderjährige leider zu oft zu Opfern dessen werden,
was ihnen da an Täterschaft unterstellt wird. Sofern sie überleben und später
den Weg in eine therapeutische Praxis finden, erweist sich ihr Problem
keineswegs darin, dass sie als Kinder die unterstellten Phantasien nur
ungenügend zügeln konnten, sondern dass erwachsene TäterInnen ihnen gegenüber
solche „Intentionen“ in Handlungen umgesetzt haben!
Ein ganz
besonderer Spezialist für die Beschuldigung von Kleinkindern und KlientInnen
ist auch Otto F. Kernberg.
Verhaltensauffälligkeiten
und psychosomatische Störungen sind – entgegen „psychoanalytischer“
Beschuldigung – hauptsächlich dadurch zu erklären, dass Kinder schädlicher
Behandlung durch Erwachsene ausgesetzt sind. Dabei gibt es viele verschiedene
Varianten eines Missbrauchs. Die Verantwortung für solche Beziehungsdefinitionen,
auf die ein Kind im Wesentlichen nur re-agieren kann, liegt eindeutig bei den
Erwachsenen. Diesen Mechanismus hat Alice Miller in ihren Büchern (z.B. „Das
Drama des begabten Kindes“, „Du sollst nicht merken“) immer wieder klar und
verständlich beschrieben.
Die „Verkehrung
ins Gegenteil“ – vom Opfer zum Täter – hat Sigmund Freud übrigens genauso mit
dem Mythos von Narziss betrieben: Auch Narziss ist das Opfer der Verhältnisse, er wird von egozentrischen,
beziehungsgestörten Mitmenschen verfolgt, vor denen er seine Ruhe haben will.
Dies wird ihm zum Vorwurf gemacht, es werden ihm massive Schuldgefühle
vermittelt, weil er nicht den Erwartungen anderer entspricht. Dadurch gerät er
in tödliche Verzweiflung. (In einer Version erlebt Narziss sogar blanke Gewalt:
Er wird erdolcht, als er sich gegenüber Ellops nicht sexuell willfährig
verhält.)
Seine Fähigkeit,
Geschichten und Autoren misszuverstehen, hat Sigmund Freud auch gegenüber
Wilhelm Jensens Novelle ‚Gradiva’ und ihrer Hauptperson, Norbert Hanold, unter Beweis gestellt.
Prof.
Egon Flaig, Ödipus und die Lüge:
Meine These
von der „Lüge der Iokaste“ hat 1998 der Professor für alte Geschichte, Dr. Egon
Flaig (Universität Greifswald), übernommen (in: Ödipus. Tragischer Vatermord im
klassischen Athen. Beck Verlag, März 1998, S.89). Leider hat er aus „Versehen“
(briefliche Mitteilung von Dr. Flaig vom 18.3.98) vergessen anzugeben, wem er
die Anregung dazu verdankt. Er habe mich „selbstverständlich vorgesehen
als Kronzeugen für diese Passage, wo es um Iokaste geht“ (ebd.). Aber
dann habe er eben diesen „Flüchtigkeitsfehler“, diese „Unachtsamkeit“
begangen (ebd.), die Quelle seiner Erkenntnis in der Literaturliste oder
dem Anhang nicht anzugeben. „Von Ihnen habe ich diese Idee; und
selbstverständlich bin ich verpflichtet, das richtig zu stellen“ (ebd.).
Auf eine
„offizielle“ Richtigstellung warte ich allerdings bis heute vergebens (Stand:
16.08.2009). Dies ist auch nicht sehr verwunderlich, da Egon Flaigs Sicht auf
die Situation von Ödipus völlig in sich zusammenbricht, wenn man der Logik
meiner Ausführungen nur ein wenig folgt. Flaig verfolgt jedoch das Ziel, den
ehrbaren Ödipus zum bösartigen Tyrannen zu erklären. Dazu verdreht er
unbekümmert die Szenerie, wie Sophokles sie auf die Bühne bringt.